Belletristik-Lese-Tipp

Reni Schmid empfiehlt: „Lied der Weite“ von Kent Haruf

Nach dem überraschenden Bestseller „Unsere Seelen bei Nacht“ erschien im Diogenes Verlag mit „Lied der Weite“ der zweite Titel des bislang in Deutschland unbekannten amerikanischen Autors Kent Haruf. Eine wirklich wunderbare literarische Entdeckung des Verlags und ich freue mich schon auf die weiteren Titel, des leider mittlerweile verstorbenen Autors.
Wie alle seine sechs Romane, spielt auch dieser in der fiktiven amerikanischen Kleinstadt Holt. Die siebzehnjährige Victoria, schwanger und deshalb von ihrer Mutter vor die Tür gesetzt, wird von ihrer Lehrerin bei zwei kauzigen alten Farmern, den ledigen Brüder McPheron untergebracht. Was als unfreiwilliger Akt der Menschlichkeit beginnt, verändert das Leben der alten Brüder genauso wie das Leben des Mädchens. Der zweite Erzählstrang betrifft eine Familie mit zwei Jungs, deren Mutter wegen psychischer Probleme die Familie verlässt. Der Vater der Jungs, ebenfalls Lehrer an derselben Schule wie Victorias Lehrerin, versucht das Leben als alleinerziehender Vater in einer amerikanischen Kleinstadt zu meistern – und natürlich kreuzen sich die Wege aller.

Was dieses Buch ausmacht ist zum einen seine schöne Sprache, aber noch wichtiger sind die Geschichten und Menschen, die von großer Warmherzigkeit zeugen, von der Kraft der Liebe und auf ganz eigene Art von menschlichen Schwächen und Stärken erzählen.

„Für mich ist er einer der großen amerikanischen Schriftsteller“ – Bernhard Schlink.

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