Belletristik-Lese-Tipp

NachtigallReni Schmid empfiehlt: „Wer die Nachtigall stört“ von Harper Lee

Die im Februar 2016 verstorbene amerikanische Autorin Harper Lee hat mit einem einzigen Buch Weltruhm erlangt. „Wer die Nachtigall stört“ ist der wohl bekannteste amerikanische Klassiker, erschienen im Jahr 1960, 1961 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet und inzwischen in über 40 Sprachen übersetzt. Im Jahr 2015 wurde die alte Übersetzung vollständig neu überarbeitet und erscheint jetzt als Taschenbuch.

Die Handlung spielt in Alabama in den 30er Jahren und wird aus der Sicht von Scout, einem kleinen Mädchen erzählt. Sie wächst zusammen mit ihrem älteren Bruder und ihrem alleinerziehenden Vater, einem angesehenen Anwalt auf. Die idyllische Kindheit ist geprägt vom gütigen, gerechten Vater, der ein großer Menschenfreund ist und den Scout sehr bewundert. Die Idylle bekommt Risse,  als Scouts Vater zum Anwalt eines wegen Vergewaltigung angeklagten schwarzen Landarbeiters berufen wird. Im Verlauf des Prozesses spitzen sich die Spannungen in der Kleinstadt zu und auch Scout muss erfahren, dass die Welt komplizierter als gedacht ist. Weil sie die Gerechtigkeitsideale ihres Vaters gegen alle Anfeindungen verteidigt, gerät sie selbst in Gefahr.

Der Roman hat nach über 50 Jahren nichts von seiner Aktualität eingebüßt und wirbt für menschliche Güte, Gerechtigkeit und Gleichheit aller Menschen und bezaubert durch die kindliche, ehrliche Sichtweise der kleinen Scout auf ihre Welt. Wer das Buch noch nicht gelesen hat, sollte sich Zeit nehmen, diesen hervorragend neu übersetzten Klassiker der Weltliteratur zu lesen.

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Belletristik-Lese-Tipp

FuenfViertelAnja Cziep empfiehlt: „FÜNF Viertelstunden BIS ZUM MEER“ von Ernest van der Kwast

Juli 1945; Apulien, Süditalien, Sommer. Ein Sommer voller Düfte, Hitze, Meer …

Ernest van der Kwast erzählt in einer wundervollen, bildreichen Sprache auf nur 96 Seiten von der großen Liebe. Der einen großen Liebe! Von Sehnsucht, Schmerz und Trennung. Und ganz nebenbei erfährt man auch etwas über die Erfindung des Bikinis, die Unabhängigkeitskämpfe der Südtiroler während des letzten Jahrhunderts und die Erntezeit verschiedener Apfelsorten …

Das Buch war für mich emotional sehr berührend, ich habe all die Gefühle nachgespürt und festgestellt: Es gibt sie doch: die EINE, GROSSE UND WAHRE LIEBE!

Gerade jetzt für den Sommer ein ganz tolles, gefühlvolles und wunderschön zu lesendes Buch – ideal für einen Urlaubstag!

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Sommer im CoLibri

StrandbuchDie Ferien sind da, der Urlaub geplant – nur die richtige Lektüre für den Strand oder Flug fehlt noch? Bei uns finden große und kleine Leser die passenden Urlaubsschmöker! Bitte beachten: Während der Sommerferien bleibt unsere Buchhandlung mittwochnachmittags geschlossen. Wir wünschen allen schöne Ferien!

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Bilderbuch-Lese-Tipp

9783314102318_1445416989949_xxl[1]Anja Cziep empfiehlt:
Der Dachs hat heute einfach Pech“ von Moritz Petz, Illustration von Amélie Jackowski

Ein wunderbares Kinderbuch das sowohl zum Vorlesen, als auch für Erstleser geeignet ist. Und dazu noch wunderschön illustriert. Da macht es Spaß, den Dachs an seinem Tag zu begleiten! Als Dachs aufsteht, passieren ihm ständig kleine Missgeschicke. Mal zerbricht seine Lieblingstasse, mal findet er seine Stifte nicht. Da entscheidet er sich, seine Freunde zu besuchen. Denen geht es aber an diesem Tag genauso schlecht. Aber Dachs kann jedem helfen. So wird aus diesem Tag, der mit so viel Pech begonnen hat, ein unglaublich schöner „Glückstag“ mit seinen Freunden.

 

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Belletristik-Lese-Tipp

images8JG42NE7Karin Marmulla-Knoblauch empfiehlt: „Altes Land“ von Dörte Hansen

„Zwei Frauen, ein altes Haus und eine Art von Familie. Das „Polackenkind“ ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 aus Ostpreußen mit ihrer Mutter geflohen ist. Ihr Leben lang fühlt sie sich fremd in dem großen kalten Bauernhaus und kann trotzdem nicht davon lassen. Bis sechzig Jahre später plötzlich ihre Nichte Anne vor der Tür steht. Sie ist mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg-Ottensen geflüchtet, wo ehrgeizige Vollwert-Eltern ihre Kinder wie Preispokale durch die Straßen tragen – und wo Annes Mann eine Andere liebt. Vera und Anne sind einander fremd und haben doch viel mehr gemeinsam, als sie ahnen. Mit scharfem Blick und trockenem Witz erzählt Dörte Hansen von zwei Einzelgängerinnen, die überraschend finden, was sie nie gesucht haben: eine Familie„  (Klappentext)

Dieses Buch ist wirklich ein ganz besonderes Buch für mich. Ohne Schnörkel, tiefsinnig, humorvoll mit wunderbaren Charakteren. Klingt lange nach – gerade im Hinblick auf das aktuelle  Thema Kriegskinder und Kriegsenkel.
„Altes Land“ ist Dörte Hansens erster Roman und völlig zurecht seit Monaten ein Bestseller.

 

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Jugendbuch-Lese-Tipp

aquamarinJessica Jung (Praktikantin) empfiehlt: „Aquamarin“ von Andreas Eschbach: Wir schreiben das Jahr 2151. Die Menschen haben sich das Meer untertan gemacht, erschließen den Meeresboden auf der Suche nach Rohstoffen und Energie. Niemand ahnt, dass die Tiefen der Ozeane ein Geheimnis verborgen ist, das niemals ans Licht kommen sollte.

Hüte dich vor dem Meer! Mit dieser Ermahnung ist Saha aufgewachsen. Eine seltsame Verletzung aus Kindestagen verbietet der Sechzehnjährigen jegliche Wasserberührung. In Seahaven, ihrer Heimatstadt, jedoch liebt jeder das Meer. Wer sich vom Ozean fern hält, ist automatisch ein Außenseiter. Doch nach einem schrecklichen Vorfall stellt sich Sahas gesamte Welt auf den Kopf. Zum ersten Mal wagt sich Saha in den Ozean und dort macht sie eine unglaubliche Entdeckung. Sie ist anders, dass weiß sie nun. Doch die Frage wer oder was sie ist, führt Saha in eine neue blauschimmernde Welt.

Ein wundervolles Jugendbuch, mit einer unglaublich faszinierenden Protagonistin. Das Buch ist eher ruhig, man sucht eher die Antworten auf die vielen Fragen. Viel Action gibt es nicht, jedoch ist es sehr spannend geschrieben.

 

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Wir fahren zur Buchmesse – fahren Sie mit?

200px-Frankfurter_Buchmesse_2011_logo_svgAm Samstag, 22. Oktober 2016 fahren wir wieder zur Frankfurter Buchmesse, mit Ihnen? Abfahrt ist 7 Uhr am Schulparkplatz Schönaich, zurück kommen wir gegen 20 Uhr. Der Preis inklusive Busfahrt und Eintritt beträgt 55 € pro Person. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir nur eine begrenzte Anzahl an Personen mitnehmen können. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei uns!

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Belletristik-Lese-Tipp

imagesXXZ0Y7TSReni Schmid empfiehlt „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ von Joachim Meyerhoff

Nachdem verschiedene Kundinnen und Kunden bereits die ersten beiden Bücher von Joachim Meyerhoff sehr gelobt hatten und das dritte Buch des auf sechs Bände angelegten Zyklus „Alle Toten fliegen hoch“ direkt auf den Bestsellern gelandet ist, war es für mich an der Zeit einzusteigen und diesen schreibenden Schauspieler kennen zu lernen.

Der zwanzigjährige Erzähler steht kurz vor dem Zivildienst in München, träumt vom Schwesternwohnheim, bewirbt sich aber aus ihm selbst unerklärlichen Gründen auch noch auf der Schauspielschule in München. Trotz missglücktem Vorsprechen passiert das Unerklärliche – er wird an der Schauspielschule angenommen. Und so kommt es, dass der junge Mann nicht im Schwesternwohnheim sondern bei den skurrilen Großeltern, in die ehrwürdige Villa einzieht.

Der Leser wird hineingenommen in die alte Villa der Großeltern, deren Tagesrhythmus unter anderem durch alkoholische Getränke – Etappen – und andere aberwitzige Rituale  klar strukturiert ist. Diesem Leben  im Haus der geliebten Großeltern wird in wechselnden Passagen das Leben auf der Schauspielschule gegenübergestellt, das an Skurrilität nicht weniger vorzuweisen hat. So muss der junge Schauspielschüler als eine seiner ersten Übungen, als gefühltes Nilpferd einen Fontane-Text darbieten…

Das Buch ist herrlich amüsant, voller Sprachwitz und Tragikomik und unbedingt empfehlenswert!

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Belletristik-Lese-Tipp

imagesX5VVWKF1Anja Cziep empfiehlt: „Ohrfeige“ von Abbas Khider 

Der Autor Abbas Khider ist auf dem deutschen Buchmarkt inzwischen ein bekannter Name. Zum Beispiel stammen „Der falsche Inder“ und „Orangen des Präsidenten“ aus seiner Feder. Seine Romane sind zeitkritisch und mit viel Menschenliebe und Humor geschrieben. Ich hatte das große Glück, den Autor persönlich bei einer Lesung letztes Jahr im Literaturhaus Stuttgart kennenzulernen und auch dieses Treffen hat mich sehr beeindruckt. Wie kann ein Mensch, dem so viel Schreckliches und viel Leid angetan wurde, dennoch so viel Lebensfreude und Liebe für die Menschheit ausstrahlen. Sein Wortschatz ist gewaltig und er beobachtet seine Romanfiguren immer mit einem zynischen Lächeln. Das macht es dem Leser leichter die Schicksale dahinter zu ertragen und zu erfassen.

In „Ohrfeige“ geht es um einen Flüchtling; Karim ist sein Name und er kommt aus dem Irak. Wie viele seiner Leidgenossen ist er über einen mühsamen Weg mit Schleppern und vielen heimtückischen Gefahren nach Deutschland gekommen. Nach Bayern in eine urige alteingesessene Provinzstadt. Das Buch erzählt realistisch über das Leben der Flüchtlinge und deren Alltag, der bestimmt ist von Langerweile und Behördengängen und von der großen Angst, wieder abgeschoben zu werden. Es zeigt das Leben von Menschen, die keine Heimat und kein Zuhause mehr haben.

Das passt natürlich super in unsere heutige Zeit, obwohl er bereits vor 5 Jahren begonnen hat das Buch zu  schreiben. Eine wahre Perle unter all den Flüchtlingsromanen.

 

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Belletristik-Lese-Tipp

Das TraumbuchKarin Marmulla-Knoblauch empfiehlt „Das Traumbuch“ von Nina George

Der ehemalige Kriegsreporter Henri ist nach einem Autounfall acht Minuten lang tot, wird wiederbelebt und liegt nun im Koma. Während er ums Überleben kämpft und zwischen Leben und Tod, Realität und Traum driftet, verändert sein Schicksal auch das Leben von Eddie und Sam. Eddie ist seine ehemalige Lebensgefährtin, die Henri verlassen hat. Eddie, die über die Trennung von Henri nie ganz hinweg gekommen ist, wird mittels einer Patientenverfügung zur Betreuung von Henri gerufen.  Zwar in neuer Beziehung, flammt ihre alte Liebe zu Henri wieder auf. Sam, Henris Sohn, durfte seinen Vater nie sehen, und auf der Suche nach ihm findet er ihn im Krankenhaus im Koma liegend. Dort begegnen sich Sam und Eddie. Es ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Ein Buch über Freundschaft, Liebe, Schuld, Tod, Vergebung und Hoffnung.

Ein schönes, sehr tiefgehendes, berührendes, aufwühlendes und teilweise mystisches Buch, das mich total in seinen Bann gezogen hat. Keine leichte Kost, aber wunderbar poetisch geschrieben.

Pressestimmen:

„Nina George begeistert mit einem beeindruckenden Roman über die Liebe und das, was Menschen verbindet – auch über den Tod hinaus.“ FÜR SIE – Buch extra , 11.04.2016 Weiterlesen

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