Krimi-Lesetipp

Petra Brunner empfiehlt: „Chateau Mort“ von Alexander Oetker

Luc Verlains erster Sommer als Kommissar im Aquitaine neigt sich dem Ende entgegen – doch kurz vor der Erntezeit der edelsten Weine wird Frankreich noch einmal von einer Hitzewelle erfasst. Ausgerechnet jetzt findet der Marathon du Médoc statt, wo die Läufer in bunten Kostümen antreten und unterwegs von den Winzern der Region versorgt werden. Ein riesiges Spektakel, das für Luc noch schöner wird, weil seine Angebetete Anouk nach einer geheimnisvollen Italienreise zurückkehrt. Gemeinsam stehen sie im Schlossgarten von Lucs bestem Freund Richard, der die Marathonläufer mit einem feinen Rotwein verköstigt. Plötzlich brechen einige Sportler zusammen, ein Politiker kommt nur knapp mit dem Leben davon und ausgerechnet der sympathische Winzer Hubert stirbt. So sehr sich Luc auch dagegen sträubt: Alle Spuren führen zu Richard, denn der steckt offenbar in ernsten finanziellen Schwierigkeiten. Der Commissaire muss sich bald entscheiden zwischen der Loyalität zu seinem alten Freund und den Gefühlen für seine Partnerin Anouk, die Richard längst für den Täter hält.

Das Buch hat mich von der ersten Seite an sehr angesprochen. Ich bin abgetaucht in die traumhafte Weingegend im Aquitaine im Südwesten Frankreichs. Ich bin mit dem sympathischen Commissaire Luc in der Hitze durch die Weinberge gelaufen, in den Bars gesessen, habe gutes Essen genossen und den vollmundigen Wein sich auf meiner Zunge entfalten lassen.

 

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Kinderbuch-Lesetipp

Petra Mast empfiehlt „35 Kilo Hoffnung“ von Anna Gavalda

David ist 13. Er hasst die Schule, schon der Geruch dort macht ihn krank und er hat das Gefühl, ein totaler Versager zu sein: Er ist zweimal sitzen geblieben, nun soll er die Schule wechseln. Seine Eltern, die sich schon längere Zeit nicht mehr gut verstehen, glauben, er müsse nur härter arbeiten und lernen. Aber David merkt, dass ihm das nicht gelingt, obwohl er sich anstrengt. Er lebt auf, wenn er bei seinem Großvater Leon ist und mit ihm in seinem Schuppen bastelt, baut oder geniale Sachen erfindet. David erkennt: So kann es nicht weitergehen, immer mit Magenschmerzen zur Schule und keine neue Schule will ihn haben. Durch den Großvater erfährt er von einem Technischen Gymnasium. Dort will, dort muss er hin! David nimmt allen Mut zusammen und schreibt eine sehr persönliche Bewerbung. Die Chancen, dass er in der Schule angenommen wird, sind gering und als dann auch noch sein Großvater schwer krank wird, nimmt er sein Leben in die Hand und kämpft für das, was ihm wirklich wichtig ist. Wird David es schaffen und kann ihm sein Großvater dabei vielleicht doch noch helfen?

Das Buch ist kindlich-offen und gleichzeitig anrührend geschrieben. David erzählt in kurzen Sätzen über sich selbst. Sein Großvater gibt ihm das Selbstvertrauen („die Hoffnung“), dass aus ihm doch noch etwas werden kann. „35 Kilo Hoffnung“ ist ein gutes Buch . Ermutigend ist es für alle, die es in der Schule vielleicht etwas schwerer haben.  Empfehlenswert für Jugendliche ab 10 Jahren, aber auch für Eltern und Großeltern.

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Belletristik-Lesetipp

Reni Schmid empfiehlt: „Herz auf Eis“ von Isabelle  Autissier

Louise, die eher vorsichtige, zurückhaltende junge Frau und leidenschaftliche Bergsteigerin und der charmante, lebensfrohe Ludovic, Sohn reicher Eltern – ein eher ungleiches, aber sehr verliebtes junges Paar – erfüllen sich den großen Traum einer Weltumseglung und steigen für ein Jahr aus ihrem spießigen, alltäglichen Pariser Leben aus. Alles ist wunderbar, bis sie bei einem eigentlich verbotenen Ausflug auf eine unter Naturschutz stehende, unbewohnte Insel am Kap Hoorn in einen schweren Sturm geraten, der ihre Segelyacht mit sich reißt und das junge Paar auf der verlassenen Insel ohne Kontakt zur Außenwelt oder Hoffnung auf Rettung zurücklässt. Was nun beginnt ist der nackte Kampf ums Überleben:  der Kampf um Nahrung, gegen die bedrohliche Kälte, gegen Angst und schiere Hoffnungslosigkeit. Immer mehr entwickelt sich ein psychologisches Drama zwischen den gerade noch verliebten jungen Menschen und es drängt sich sehr eindringlich die Frage auf, was von Liebe und Menschlichkeit bleibt, wenn es ums nackte Überleben geht.

„Herz auf Eis“ ist ein spannendes, sehr eindrückliches Buch, das dem Leser durch die klare, kraftvolle Sprache keine Chance lässt, der Extremsituation auszuweichen und entwickelt so eine enorme Sogwirkung. Das Buch war auf der Shortlist der Lieblingsbücher der unabhängigen Buchhandlungen im Jahr 2017 – und das völlig zurecht!

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(Kinder)-Sachbuch-Lesetipp

Petra Brunner empfiehlt: „Wo in aller Welt

Seid ihr bereit für eure erste Weltreise? Von den überwältigenden Gipfeln des Himalaya über die tropischen Regenwälder Afrikas bis zu den antiken Gebäuden Europas und den imposanten Millionenstädten Asiens – dieser Atlas erweckt die Welt in beeindruckenden 3D-Karten zum Leben. Die Kontinente zum Greifen nah! Wo befindet sich der heißeste Ort der Erde? Welches Land weißt die höchste Bevölkerungsdichte auf? Wo lebt der weltweit größte Schmetterling und welche Grenze auf der Welt wird am häufigsten überquert? 65 anschauliche Weltkarten und Infografiken mit spannenden Infos nehmen euch mit auf eine faktenreiche Reise durch die Kontinente, die ihr garantiert nicht so schnell vergessen werdet. Lernt die Welt auch mal aus einem anderen Blickwinkel kennen! Neben Themenkarten zu Landschaft, Bevölkerung, Bauwerken, Klima und Tierwelt bekommt ihr auch interessante Einblicke in die verschiedenen Kontinente bei Nacht. Das perfekte Nachschlagewerk für alle Nachwuchs-Weltenbummler! (Klappentext)

Dieses Buch nimmt dich mit auf eine Reise quer durch alle Kontinente.
Ein Atlas für Groß und Klein.

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Belletristik-Lesetipp

Reni Schmid empfiehlt: „Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky

Luise wächst in einem kleinen Dorf im Westerwald auf. Ein Dorf, in dem sie umgeben ist von skurrilen, besonderen, fehlerhaften und doch liebenswerten Menschen – jeder auf seine Art. Da ist zum Beispiel ihre Großmutter Selma bei der sie lebt und die immer bevor jemand im Dorf stirbt  von einem Okapi träumt. Da ist der Optiker, der Selma schon immer liebt, es ihr aber noch nie gesagt hat. Und da ist Martin, ihr bester Freund, der mit seinem alkoholkranken, mitunter gewalttätigen  Vater zusammenlebt und der seit frühester Kindheit Gewichtheben übt – mit Luise als Gewicht, weil nichts anderes zur Verfügung steht.
Marina Leky erzählt auf ganz besondere, liebevolle Weise, von den Beziehungen zwischen den Menschen im Dorf, von ihrer Fürsorge füreinander, von ihren kleinen und großen Fehlern und ihrem Versuch, trotz aller Widrigkeiten um Liebe zu ringen. Auch Luises große Liebe hat mit Widrigkeiten zu kämpfen, weil sie diese in einem jungen Mann findet, der zum Buddhismus konvertiert ist und in Japan im Kloster lebt. Und so erzählen sich die beiden aus vielen tausend Kilometern Entfernung in langen Briefen „was man von hier aus sehen kann“.
Das Buch besticht durch seine wunderbare Sprache, seine besonderen Charaktere und seine außergewöhnliche Geschichte. Es gewann nicht nur die Wahl der unabhängigen Buchhändler zum besten Buch des Jahres 2017, sondern ist auch mein absolutes Lieblingsbuch 2017.

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Sachbuch-Lesetipp

 

Anja Cziep empfiehlt: Die Reihe „Gebrauchsanweisung für…“ vom Piper Verlag

Reisen ist wunderbar und aufregend! Eins meiner Lieblingshobbies. Umso dankbarer bin ich für die Entdeckung der Reihe „Gebrauchsanweisung für…“ vom Piper Verlag. Fast jedes Land und jede bekannte Touristenstadt ist vertreten. Ich besorge mir diese Bücher regelmäßig vor meinen Reisen und sie geben kulturell, geschichtlich und menschlich einen tollen Vorgeschmack auf das jeweilige Land oder die jeweilige Stadt. Namhafte Autoren wie z.B. Kai Strittmatter, Ilija Trojanow oder Jakob Hein schreiben ihre Eindrücke und ortskundige Geschichten auf und vermitteln einen persönlichen Blick auf Länder, Regionen oder Städte. Inzwischen lese ich diese Bücher noch ein 2. Mal, nach der Reise, und auch das ist wieder ein ganz besonderes Highlight.
Derzeit sind ca. 100 verschiedene Gebrauchsanweisungen lieferbar, pro Jahr erscheinen ungefähr sechs bis acht neue Bände. Die Gesamtauflage aller Gebrauchsanweisungen beläuft sich mittlerweile auf über 2,2 Millionen verkaufte Bücher.

Ich freue mich schon auf meine nächsten Reisen!

 

 

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Sachbuch-Lesetipp

Buchempfehlung von Petra Mast  Deliciously Ella mit Freunden 

Mit der Umstellung Ihrer Ernährung auf pflanzliche, milch- und glutenfreie Kost gelang es dem Model Ella Mills, ihre Nervenkrankheit POTS zu besiegen. Diese Erfahrung brachte sie zum Schreiben des Food-Blogs „Deliciously Ella“, der mittlerweile Millionen Leser hat. Ich habe mich gefragt, was isst man dann noch, wenn man auf so vieles verzichtet und wieviel Aufwand ist es, im Alltag auf diese Weise vollwertig und gesund zu kochen. Die Rezepte von Ella vereinen das Unmögliche: Sie sind leicht und unkompliziert nach zu kochen und dabei größtenteils richtig lecker, also „absolutely delicious“. Mit ihrem zweiten Buch trifft sie aktuelle Foodtrends: kochen und essen in Gesellschaft guter Freunde macht noch mehr Spaß. Ob das späte Frühstück, ein schnell zubereitetes Mittagessen oder rauschende Feste mit Themen oder zum Geburtstag: in ihrem Buch werden mehr als 100 natürliche, pflanzliche, milch- und glutenfreie Rezepte präsentiert, die zum Ausprobieren anregen und sich für den gemeinsamen Genuss eignen. Ella Mills lebt in London, wo sie vor kurzem bereits das zweite Delis eröffnet hat. Bei unserem Kurztrip nach London Anfang diesen Jahres konnte ich meine Familie überzeugen, dort zu frühstücken. Vor allem meine beiden Männer, die sich zum Frühstück gerne mal Eier mit Speck oder eine Weißwurst gönnen, waren überrascht und sogar begeistert von Porridge mit Kokosnussjoghurt, Bananenbrot, Chia-Frühstückspudding, Energiebällchen und Cappuccino mit geschäumter Hafermilch.

 

 

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Belletristik-Lesetipp

Karin Marmulla-Knoblauch empfiehlt:
Die sieben Schwestern“ von Lucinda Riley

„Atlantis“ ist der Name des herrschaftlichen Anwesens am Genfer See, in dem Maia d’Aplièse und ihre Schwestern aufgewachsen sind. Sie alle wurden von ihrem geliebten Vater adoptiert als sie noch sehr klein waren und kennen ihre wahren Wurzeln nicht. Benannt wurden sie nach der Sternengruppe der Plejaden. Als er überraschend stirbt, hinterlässt er jeder seiner Töchter einen Hinweis auf ihre Vergangenheit in Form von Koordinaten. Maia fasst zum ersten Mal den Mut, das Rätsel zu lösen, an dem sie nie zu rühren wagte. Ihre Reise führt sie zu einer alten Villa in Rio de Janeiro, wo sie auf die Spuren von Izabela Bonifacio stößt, einer schönen jungen Frau aus den besten Kreisen der Stadt, die in den 1920er Jahren dort gelebt hat. Maia taucht ein in Izabelas faszinierende Lebensgeschichte – und fängt an zu begreifen, wer sie wirklich ist und was dies für ihr weiteres Leben bedeutet …(Klappentext)

Normalerweise lese ich nicht so gerne und oft Fortsetzungsromane …. aber…dieses Buch hat mich so in seinen Bann gezogen, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Es ist spannend und unterhaltsam geschrieben, man taucht in die fremden Länder ein, lebt und leidet mit den Protagonisten und lernt nebenbei noch historische Hintergründe. Lesevergnügen pur. Jetzt habe ich alle Fortsetzungen gelesen und freue mich schon auf Band 5, dessen Erscheinungsdatum jedoch noch ungewiss ist.

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Bilderbuch-Lesetipp

Reni Schmid empfiehlt: „Der Wilde Watz“ von Edouard Manceau

Der wilde Watz ist ein furchterregender Kerl mit großen, gelben Hörnern und gefährlichen, spitzen  Zähnen – so richtig unheimlich, wie er da auf dem Buchcover steht! Aber dieses besondere Bilderbuch lehrt, wie mit so einem Kerl umzugehen ist: Mutige Kinder kitzeln einfach alles Bedrohliche nach und nach weg und so wird mit jeder Seite, die umgeblättert wird, die Gefahr immer kleiner. Aus den großen Armen und Beinen wird ein Wald, aus den Hörnern wird der Mond und so geht es weiter, bis von dem wilden Kerl nichts mehr übrig ist.

Dieses zauberhafte, interaktive  Mitmachbuch für Kinder ab drei Jahren macht immer wieder Spaß beim gemeinsamen Vorlesen und vermittelt die wichtige Botschaft, dass nicht alles, was erschreckend erscheint, am Ende auch erschreckend bleibt. Das Buch bietet den Kindern die Möglichkeit, ihre Monsterangst einfach weg zu kitzeln!

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Sachbuch-Lesetipp

Petra Brunner empfiehlt:„Am Arsch vorbei geht auch ein Weg“ von Alexandra Reinwarth
Wie sich dein Leben verbessert wenn du dich endlich locker machst?

Ein Buch, das mich viele Male schmunzeln und  lachen ließ. Erkennt man sich doch in vielen Situationen und Emotionen wieder, und es hat mich tatsächlich in manchen Situationen lockerer gemacht. Eine humorvolle und leichte Leselektüre.

„Es gibt Momente im Leben, in denen einem klar wird, dass man etwas ändern muss. Der Moment, als Alexandra Reinwarth ihre nervige Freundin Kathrin mit einem herzlichen „Fick Dich“ zum Teufel schickte, war so einer. Das Leben war schöner ohne sie – und wie viel schöner könnte es erst sein, wenn man generell damit aufhörte, Dinge zu tun, die man nicht will, mit Leuten die man nicht mag, um zu bekommen, was man nicht braucht! Wer noch der Meinung ist, das Leben könnte etwas mehr Freiheit, Muße, Eigenbestimmung und Schokolade vertragen und dafür weniger Kathrins, WhatsApp-Gruppen und Weihnachtsfeiern, der ist hier goldrichtig. Lassen Sie sich von Alexandra Reinwarth inspirieren, wie man sich Leute, Dinge und Umstände am Arsch vorbei gehen lässt, aber trotzdem nicht zum Arschloch mutiert. Und lernen Sie von ihr, wie kleine Entscheidungen einen großen Effekt auf die Lebensqualität haben können. Ganz einfach.“ (Klappentext)

 

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