Wir fahren zur Buchmesse – fahren Sie mit?

200px-Frankfurter_Buchmesse_2011_logo_svgAm Samstag, 22. Oktober 2016 fahren wir wieder zur Frankfurter Buchmesse, mit Ihnen? Abfahrt ist 7 Uhr am Schulparkplatz Schönaich, zurück kommen wir gegen 20 Uhr. Der Preis inklusive Busfahrt und Eintritt beträgt 55 € pro Person. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir nur eine begrenzte Anzahl an Personen mitnehmen können. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei uns!

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Belletristik-Lese-Tipp

images8JG42NE7Karin Marmulla-Knoblauch empfiehlt: „Altes Land“ von Dörte Hansen

„Zwei Frauen, ein altes Haus und eine Art von Familie. Das „Polackenkind“ ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 aus Ostpreußen mit ihrer Mutter geflohen ist. Ihr Leben lang fühlt sie sich fremd in dem großen kalten Bauernhaus und kann trotzdem nicht davon lassen. Bis sechzig Jahre später plötzlich ihre Nichte Anne vor der Tür steht. Sie ist mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg-Ottensen geflüchtet, wo ehrgeizige Vollwert-Eltern ihre Kinder wie Preispokale durch die Straßen tragen – und wo Annes Mann eine Andere liebt. Vera und Anne sind einander fremd und haben doch viel mehr gemeinsam, als sie ahnen. Mit scharfem Blick und trockenem Witz erzählt Dörte Hansen von zwei Einzelgängerinnen, die überraschend finden, was sie nie gesucht haben: eine Familie„  (Klappentext)

Dieses Buch ist wirklich ein ganz besonderes Buch für mich. Ohne Schnörkel, tiefsinnig, humorvoll mit wunderbaren Charakteren. Klingt lange nach – gerade im Hinblick auf das aktuelle  Thema Kriegskinder und Kriegsenkel.
„Altes Land“ ist Dörte Hansens erster Roman und völlig zurecht seit Monaten ein Bestseller.

 

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Jugendbuch-Lese-Tipp

aquamarinJessica Jung (Praktikantin) empfiehlt: „Aquamarin“ von Andreas Eschbach: Wir schreiben das Jahr 2151. Die Menschen haben sich das Meer untertan gemacht, erschließen den Meeresboden auf der Suche nach Rohstoffen und Energie. Niemand ahnt, dass die Tiefen der Ozeane ein Geheimnis verborgen ist, das niemals ans Licht kommen sollte.

Hüte dich vor dem Meer! Mit dieser Ermahnung ist Saha aufgewachsen. Eine seltsame Verletzung aus Kindestagen verbietet der Sechzehnjährigen jegliche Wasserberührung. In Seahaven, ihrer Heimatstadt, jedoch liebt jeder das Meer. Wer sich vom Ozean fern hält, ist automatisch ein Außenseiter. Doch nach einem schrecklichen Vorfall stellt sich Sahas gesamte Welt auf den Kopf. Zum ersten Mal wagt sich Saha in den Ozean und dort macht sie eine unglaubliche Entdeckung. Sie ist anders, dass weiß sie nun. Doch die Frage wer oder was sie ist, führt Saha in eine neue blauschimmernde Welt.

Ein wundervolles Jugendbuch, mit einer unglaublich faszinierenden Protagonistin. Das Buch ist eher ruhig, man sucht eher die Antworten auf die vielen Fragen. Viel Action gibt es nicht, jedoch ist es sehr spannend geschrieben.

 

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Belletristik-Lese-Tipp

imagesXXZ0Y7TSReni Schmid empfiehlt „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ von Joachim Meyerhoff

Nachdem verschiedene Kundinnen und Kunden bereits die ersten beiden Bücher von Joachim Meyerhoff sehr gelobt hatten und das dritte Buch des auf sechs Bände angelegten Zyklus „Alle Toten fliegen hoch“ direkt auf den Bestsellern gelandet ist, war es für mich an der Zeit einzusteigen und diesen schreibenden Schauspieler kennen zu lernen.

Der zwanzigjährige Erzähler steht kurz vor dem Zivildienst in München, träumt vom Schwesternwohnheim, bewirbt sich aber aus ihm selbst unerklärlichen Gründen auch noch auf der Schauspielschule in München. Trotz missglücktem Vorsprechen passiert das Unerklärliche – er wird an der Schauspielschule angenommen. Und so kommt es, dass der junge Mann nicht im Schwesternwohnheim sondern bei den skurrilen Großeltern, in die ehrwürdige Villa einzieht.

Der Leser wird hineingenommen in die alte Villa der Großeltern, deren Tagesrhythmus unter anderem durch alkoholische Getränke – Etappen – und andere aberwitzige Rituale  klar strukturiert ist. Diesem Leben  im Haus der geliebten Großeltern wird in wechselnden Passagen das Leben auf der Schauspielschule gegenübergestellt, das an Skurrilität nicht weniger vorzuweisen hat. So muss der junge Schauspielschüler als eine seiner ersten Übungen, als gefühltes Nilpferd einen Fontane-Text darbieten…

Das Buch ist herrlich amüsant, voller Sprachwitz und Tragikomik und unbedingt empfehlenswert!

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Belletristik-Lese-Tipp

imagesX5VVWKF1Anja Cziep empfiehlt: „Ohrfeige“ von Abbas Khider 

Der Autor Abbas Khider ist auf dem deutschen Buchmarkt inzwischen ein bekannter Name. Zum Beispiel stammen „Der falsche Inder“ und „Orangen des Präsidenten“ aus seiner Feder. Seine Romane sind zeitkritisch und mit viel Menschenliebe und Humor geschrieben. Ich hatte das große Glück, den Autor persönlich bei einer Lesung letztes Jahr im Literaturhaus Stuttgart kennenzulernen und auch dieses Treffen hat mich sehr beeindruckt. Wie kann ein Mensch, dem so viel Schreckliches und viel Leid angetan wurde, dennoch so viel Lebensfreude und Liebe für die Menschheit ausstrahlen. Sein Wortschatz ist gewaltig und er beobachtet seine Romanfiguren immer mit einem zynischen Lächeln. Das macht es dem Leser leichter die Schicksale dahinter zu ertragen und zu erfassen.

In „Ohrfeige“ geht es um einen Flüchtling; Karim ist sein Name und er kommt aus dem Irak. Wie viele seiner Leidgenossen ist er über einen mühsamen Weg mit Schleppern und vielen heimtückischen Gefahren nach Deutschland gekommen. Nach Bayern in eine urige alteingesessene Provinzstadt. Das Buch erzählt realistisch über das Leben der Flüchtlinge und deren Alltag, der bestimmt ist von Langerweile und Behördengängen und von der großen Angst, wieder abgeschoben zu werden. Es zeigt das Leben von Menschen, die keine Heimat und kein Zuhause mehr haben.

Das passt natürlich super in unsere heutige Zeit, obwohl er bereits vor 5 Jahren begonnen hat das Buch zu  schreiben. Eine wahre Perle unter all den Flüchtlingsromanen.

 

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Belletristik-Lese-Tipp

Das TraumbuchKarin Marmulla-Knoblauch empfiehlt „Das Traumbuch“ von Nina George

Der ehemalige Kriegsreporter Henri ist nach einem Autounfall acht Minuten lang tot, wird wiederbelebt und liegt nun im Koma. Während er ums Überleben kämpft und zwischen Leben und Tod, Realität und Traum driftet, verändert sein Schicksal auch das Leben von Eddie und Sam. Eddie ist seine ehemalige Lebensgefährtin, die Henri verlassen hat. Eddie, die über die Trennung von Henri nie ganz hinweg gekommen ist, wird mittels einer Patientenverfügung zur Betreuung von Henri gerufen.  Zwar in neuer Beziehung, flammt ihre alte Liebe zu Henri wieder auf. Sam, Henris Sohn, durfte seinen Vater nie sehen, und auf der Suche nach ihm findet er ihn im Krankenhaus im Koma liegend. Dort begegnen sich Sam und Eddie. Es ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Ein Buch über Freundschaft, Liebe, Schuld, Tod, Vergebung und Hoffnung.

Ein schönes, sehr tiefgehendes, berührendes, aufwühlendes und teilweise mystisches Buch, das mich total in seinen Bann gezogen hat. Keine leichte Kost, aber wunderbar poetisch geschrieben.

Pressestimmen:

„Nina George begeistert mit einem beeindruckenden Roman über die Liebe und das, was Menschen verbindet – auch über den Tod hinaus.“ FÜR SIE – Buch extra , 11.04.2016 Weiterlesen

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Belletristik-Lese-Tipp

UnbenanntPetra Brunner empfiehlt von Rebecca Gablé: „Das Haupt der Welt“

Brandenburg 929: Beim blutigen Sturm durch das deutsche Heer unter König Heinrich I. wird der slawische Fürstensohn Tugomir gefangen genommen. Er und seine Schwester, die mit ansehen müssen, wie ihr Volk auf brutalste Weise ermordet wird, werden nach Magdeburg verschleppt. Dragomira wird zur Geliebten von Heinrichs Sohn Otto und Tugomir macht sich einen Namen als Heiler. Er rettet Otto das Leben und wird dessen Leibarzt und Lehrer seiner Söhne. Doch noch immer ist er Geisel und Gefangener zwischen zwei Welten. Tugomir verfällt aber nicht dem Selbstmitleid und kapituliert. Er steht standhaft für sein Volk ein und kann den Bräuchen der Sachsen nur wenig abgewinnen. Ständig stellt er den Glauben der Christen in Frage und doch kann er sich gegen die aufkommende Sympathie und Freundschaft zu Otto und seinem Bruder Thankmar nicht wehren. Als sich nach Ottos Krönung die Widersacher formieren, um den König zu stürzen, wendet er sich mit einer ungewöhnlichen Bitte an Tugomir, den Mann, der Freund und Feind zugleich ist.Beim Lesen des Romanes lernt man viel über die damalige Zeit und die Zustände des Reiches. Über die Feindschaft zwischen den Völkern, die darauf folgende Unterwerfung durch die Sachsen, die einstige Aufteilung des Landes, die Intrigen, die bitteren Kämpfe um die Sachsenkrone und den fremdartigen slawischen Glaubensvorstellungen und Traditionen.

Die grausamen Gemetzel der damaligen Zeit werden teilweise detailreich beschrieben, also nichts für zart besaitete Leser.

 

 

 

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Kinderbuch-Lese-Tipp

Kribbel krabbel KinderreimeReni Schmid empfiehlt aus dem Coppenrath Verlag  „Kribbel krabbel Kinderreime FÜR JUNGE ELTERN

Dieses kleine, handliche, wunderschön illustrierte Buch ist – wie es der Untertitel schon sagt – ein perfektes Geschenk für junge Eltern. Es enthält auf 240 Seiten nahezu alle bekannten und weniger bekannten Abzählreime, alte und neue Gedichte, Wiegen-, Schlaf- und sonstige Kinderlieder, Fingerspiele, Kreisspiele, Kniereiterspiele und Gebete. Kurz gesagt, es vereint die beliebtesten Verse aller Zeiten und ist unverzichtbar für junge Eltern und natürlich auch für Großeltern.
Das Besondere ist, dass vielen der Verse begleitende Spielanleitungen zur Seite gestellt wurden, so dass man auch bei unbekannteren Reimen und Spielen gleich loslegen kann. Außerdem gefällt mir das handliche, kompakte Format sehr gut – das Buch passt problemlos in jede Tasche und ist damit auch für unterwegs geeignet.

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Thriller-Lese-Tipp

drohnenlandPetra Wolf empfiehlt von Tom Hillenbrand „Drohnenland: Alles wird überwacht.  Alles ist sicher. Doch dann geschieht ein Mord, der alles infrage stellt.Wozu Zeugen vernehmen, wenn all ihre Bewegungen und Gespräche bereits auf einer Festplatte archiviert sind? Warum Tatorte begehen, wenn fliegende Polizeidrohnen bereits alles abfotografiert haben? Als ein Brüsseler Parlamentarier auf einem Feld nahe der Hauptstadt ermordet aufgefunden wird, glaubt Kommissar Aart van der Westerhuizen zunächst, den Fall mithilfe des beinahe allwissenden Europol-Fahndungscomputers und der brillanten Forensikerin Ava Bittmann rasch lösen zu können. Und tatsächlich gibt es verblüffend schnell einen Verdächtigen. Doch dann entdeckt er immer mehr Hinweise darauf, dass die digitale Datenspur manipuliert wurde – und gerät in eine Verschwörung, die ganz Europa in seinen Grundfesten zu erschüttern droht. (Inhaltsangebe des Verlags)

Das Buch spielt in der nahen Zukunft, die Klimakatastrophe hat stattgefunden und die globalen Machtverhältnisse haben sich verschoben. Jeder trägt Datenbrillen (Specs) und überträgt bereitwillig seine Daten überallhin, Drohnen überwachen alles und jeden, um die Verbrechensbekämpfung einfacher zu machen.  Ausgewertet wird die Totalüberwachung durch künstliche Intelligenz und Allgorithemen, die die  virtuelle Realität aufbereiten oder auch zukünftige Ereignisse prognostiziert. Die Fiktion wird in technischer Hinsicht bereits teilweise von der Realität eingeholt, beängstigend…

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Belletristik-Lese-Tipp

ende der einsamkeitPetra Mast empfielt von Benedikt Wells „ Vom Ende der Einsamkeit“: Es geht um das Überwinden der Angst. Es geht darum, wie kommt man damit zurecht, wenn man als Kind seine Eltern verliert. Es ist ein unglaublich trauriges und zugleich berührendes Buch.
Der Roman beginnt damit, dass der jüngste von drei Geschwistern, Jules, nach einem Motorradunfall aus dem Koma aufwacht und sich fragt, wie es dazu gekommen ist. Was sorgt dafür, dass ein Leben wird, wie es wird ? Er erinnert sich an seine Kindheit und die Katastrophe, die sein Leben überschattet.

Aus der Sicht des Ich-Erzählers wird über das Leben vor und nach dem Unfall erzählt, teils fortlaufend, teils in Rückblenden. Die Geschwister leben nach dem Unfall der Eltern im Internat, jeder von Ihnen geht mit dem Verlust unterschiedlich um. Jules verliert seine Geschwister aus den Augen, fühlt sich mit Alva, einer Mitschülerin sehr verbunden, schafft es jedoch nicht ihr seine Gefühle zu offenbaren. Erst als Erwachsener trifft er sie wieder .
Als er schließlich selbst Kinder hat , führt ein Schicksalsschlag Jules und seine Geschwister wieder zusammen. Jules Feststellungen wie “Das Gegengift zu Einsamkeit ist Geborgenheit“ oder „Wir selber sind der Architekt unseres Lebens“ sind Zeichen seiner Entwicklung.

Das Buch begeistert mit einer schönen Sprache. Trotz Verlust, Ängsten und der traurigen Stimmung ist das Buch letztendlich sehr lebensbejahend und definitv lesenswert !

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