Bücher und Prosecco am 16.11.2018

Eine feste Einrichtung in Schönaich ist inzwischen die jährlich im November stattfindende Veranstaltung „Bücher und Prosecco“, gemeinsam durchgeführt von der Mediothek und CoLibri. Am Freitag, 16. November 2018 wird Christel Freitag im Bürgersaal in der Mediothek wieder lesenswerte Romane abseits der Bestsellerlisten vorstellen.

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Belletristik-Lese-Tipp

Reni Schmid empfiehlt: „Häuser aus Sand“ von Hala Alyan

Der Roman beginnt 1963 in Nablus und erzählt die Geschichte einer palästinensischen Familie und reicht bis ins 21. Jahrhundert. Seit der Gründung des Staates Israel ist sie immer wieder von Vertreibung betroffen und bereits Salma, die Großmutter des Clans, musste mit ihrem Mann ihre schöne Heimatstadt Jaffa am Meer verlassen. Viele Jahre später bleibt auch ihren Kindern dieses Schicksal nicht erspart.
Der Roman gibt tiefe Einblicke in die palästinensische Seele und lässt verstehen, warum Frieden in dieser Region so schwierig oder gar unmöglich ist, weil Verletzungen über Generationen aufgelöst werden müssten.

Neben diesen hochspannenden historischen und politischen Einblicken in den Nahen Osten, ist „Häuser auf Sand“ ein sehr gut geschriebener, Generationen übergreifender Familienroman, der vielleicht ein wenig an „Während die Welt schlief“ von Susan Abulhawa erinnert. Ein schönes, absolut lesenswertes Buch!

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Belletristik-Lese-Tipp

Petra Brunner empfiehlt: „Im Schatten das Licht“ von Jojo Moyes

„Sarah wächst bei ihren Großeltern auf, sie und ihren Großvater verbindet die Liebe zu Pferden. Einst war Henri ein gefeierter Dressurreiter bis das Schicksal und die Liebe seine Karriere beendete.
Täglich trainiert er die 14-jährige Sarah und ihr Pferd. Seit dem Tod von Mutter und Großmutter haben beide nur einander. Da erleidet Henri einen Schlafanfall und für Sarah ändert sich auf einmal ihr ganzes Leben. Mutig kämpft sie alleine weiter.
Natasha und ihren Mann Mac verbindet nur noch wenig. Ihre Ehe ist gescheitert, doch bis das gemeinsame Haus verkauft ist, müssen sie sich arrangieren.
Als zufällig Sarah in ihr Leben tritt, nehmen die beiden das verschlossene Mädchen bei sich auf. Das Zusammenleben ist schwierig und plötzlich ist Sarah verschwunden.
Natasha und Mac machen sich widerstrebend gemeinsam auf die Suche. Ein turbulenter Roadtrip durch England und Frankreich beginnt …“ (Klappentext)

Wieder ein schönes Buch von Jojo Moyes. Und obwohl man denkt, man weiß wie die Geschichte ausgeht, hält sie viele Überraschungen bereit.

Ein tolles Buch vor allem für Pferdeliebhaber

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Belletristik-Lese-Tipp

Reni Schmid empfiehlt: „Die Wurzel alles Guten“ von Miika Nousiainen

Finnische Autoren schreiben quasi grundsätzlich besondere Bücher – so auch dieser Debüt-Roman des jungen Finnen Miika Nousiainen.
„Meiner Ansicht nach stellt das Leben uns vor drei große Fragen: Wer bin ich? Wohin gehe ich? Brauche ich eine Betäubung?“ so der Zahnarzt Esko Kirnuvaaras, dessen ihm unbekannter Halbbruder Pekka eines Tages unverhofft mit einer Wurzelentzündung auf seinem Zahnarztstuhl landet. Pekka erkennt sofort die Ähnlichkeit des Zahnarztes mit dem gleichen außergewöhnlichen Namen und nach anfänglichem Sträuben ist auch der Einzelgänger Esko bereit, das neue Familienmitglied zu akzeptieren. Gemeinsam machen sich die ungleichen Brüder auf die Suche nach ihren Wurzeln, reisen dabei um die halbe Welt und lernen immer mehr Halbgeschwister kennen … Dabei hangelt sich der wunderbare Roman kapitelweise an einer Wurzelbehandlung entlang … urkomisch!

Der Roman ist einfach wunderbar und unbedingt lesenswert:
Herrliche Charaktere, eine außergewöhnliche Story, komisch, warmherzig, menschlich.
Ein wirklich außergewöhnlich gutes Buch über die Suche nach den eigenen Wurzeln,  das ich sehr gerne gelesen habe.

 

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Belletristik-Lese-Tipp

Petra Brunner empfiehlt: „Liebe zwischen den Zeilen“ von Veronica Henry

Die Buchhandlung ihres Vaters Julius Nightingale ist für Emilia ein magischer Ort – hier hat sie eine glückliche Kindheit zwischen Büchern verbracht. Als Julius im Sterben liegt, kehrt die 32-jährige von ihrer Weltreise in die englische Heimat zurück und gibt ihm das Versprechen, den Laden weiterzuführen.
Nightingale Books ist zwar das Herzstück der Kleinstadt Peasebrook, schreibt aber schon lange keine schwarzen Zahlen mehr. Genau in diesem Moment taucht der Großinvestor Ian Mendip im Laden auf, und macht Emilia ein ansehnliches Angebot. Doch Freunde und Stammkunden entschließen sich, an ihrer Seite für die geliebte Buchhandlung zu kämpfen. Da ist Sarah, die Inhaberin des Herrenhauses Peasebrook Manor, die mit Julius eine heimliche Affäre verband, die schüchterne Thomasina, die sich zwischen Kochbüchern in den Käseverkäufer Jem verliebt und der Musiker Marlow, für den Emilia schon lange schwärmt. Werden sie gemeinsam Emilias Erbe retten können?
Ein herrlich kitschiges aber auch sehr schönes Buch, das ich sehr gerne gelesen habe und das mich glücklich gemacht hat.

 

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Belletristik-Lese-Tipp

Reni Schmid empfiehlt: „Lied der Weite“ von Kent Haruf

Nach dem überraschenden Bestseller „Unsere Seelen bei Nacht“ erschien im Diogenes Verlag mit „Lied der Weite“ der zweite Titel des bislang in Deutschland unbekannten amerikanischen Autors Kent Haruf. Eine wirklich wunderbare literarische Entdeckung des Verlags und ich freue mich schon auf die weiteren Titel, des leider mittlerweile verstorbenen Autors.
Wie alle seine sechs Romane, spielt auch dieser in der fiktiven amerikanischen Kleinstadt Holt. Die siebzehnjährige Victoria, schwanger und deshalb von ihrer Mutter vor die Tür gesetzt, wird von ihrer Lehrerin bei zwei kauzigen alten Farmern, den ledigen Brüder McPheron untergebracht. Was als unfreiwilliger Akt der Menschlichkeit beginnt, verändert das Leben der alten Brüder genauso wie das Leben des Mädchens. Der zweite Erzählstrang betrifft eine Familie mit zwei Jungs, deren Mutter wegen psychischer Probleme die Familie verlässt. Der Vater der Jungs, ebenfalls Lehrer an derselben Schule wie Victorias Lehrerin, versucht das Leben als alleinerziehender Vater in einer amerikanischen Kleinstadt zu meistern – und natürlich kreuzen sich die Wege aller.

Was dieses Buch ausmacht ist zum einen seine schöne Sprache, aber noch wichtiger sind die Geschichten und Menschen, die von großer Warmherzigkeit zeugen, von der Kraft der Liebe und auf ganz eigene Art von menschlichen Schwächen und Stärken erzählen.

„Für mich ist er einer der großen amerikanischen Schriftsteller“ – Bernhard Schlink.

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Petra Durst-Benning liest in Schönaich am 24.10.2018

Die bekannte Autorin historischer Romane kommt nach Schönaich. Am Mittwoch, 24. Oktober liest sie ab 19.30 Uhr in der Mediothek aus ihrem neuen Roman „Die Fotografin“. Umrahmt wird die Lesung mit einer Bilderausstellung und einem kullinarischen Angebot der Landfrauen. Am Büchertisch des CoLibri kann das Buch der Autorin erworben und signiert werden. Karten gibt es zu 8 € im Vorverkauf ab sofort in der Mediothek und bei uns in der Buchhandlung.

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Krimi-Lese-Tipp

Petra Brunner empfiehlt: „Das Haus der Mädchen“ von Andreas Winkelmann

Ein Mann fährt von seiner Arbeit nach Hause- plötzlich sieht er in dem Kastenwagen vor ihm einen blutigen Handabdruck an der Fensterscheibe. Er verfolgt den Wagen und wird kurze Zeit später brutal ermordet.
Lena kommt nach Hamburg, um dort ein Praktikum zu absolvieren. Über eine Zimmervermittlung mietet sie sich in einer Villa am Kanal ein. Sie freundet sich mit ihrer Zimmernachbarin an, die sie überredet auf eine Party mitzugehen. Am nächsten Morgen ist die neu gewonnene Freundin verschwunden und Lena macht sich auf die Suche.
Freddy Förster, früher erfolgreicher Geschäftsmann, ist durch missliche Umstände auf der Straße gelandet. Zufällig wird er Zeuge des kaltblütigen Mordes an den Mann im Auto. Um nicht zum nächsten Opfer zu werden, sucht er den Mörder.
Zwei junge Frauen werden in einem Kellerverlies festgehalten und brutal misshandelt. Der Entführer schreckt auch vor einem kaltblütigen Mord nicht zurück.
Leni und Freddy treffen zusammen und begreifen bald, dass ihre beiden Fälle mehr miteinander zu tun haben, als ihnen lieb ist – und dass sie in großer Gefahr schweben.
Am Ende wird es ziemlich heftig und teilweise auch unwirklich, aber das Buch ist von Beginn an sehr spannend und wird nie langweilig.

 

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CoLibri verteilt Lesetüten an Erstklässler

Auch in diesem Jahr haben wir uns an der bundesweiten Buchhandelsaktion für Leseanfänger beteiligt. Die Zweitklässler der örtlichen Grundschule haben die leeren Lesetüten liebevoll bemalt und verziert und wir haben sie befüllt mit einem Buch, einem Stundenplan und weiteren Kleinigkeiten. Diese Woche dann haben die Zweitklässler den Erstklässlern ihre Lesetüten überreicht.

 

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Sachbuch-Lese-Tipp

Sandra Lutz empfiehlt: „artgerecht – Das andere Kleinkinderbuch“ von Nicola Schmidt

Wenn man das erste Kind erwartet ist man vom Glück berauscht. Ein neues Leben wächst in einem, etwas ganz Neues, etwas Wunderschönes entsteht. Wenn dann das kleine Baby endlich da ist, ist erst mal alles anders. Die Welt steht Kopf und man muss sich als Familie „neu sortieren“ und einfach umstellen. Man will alles richtig machen und hofft, dass man instinktiv das Richtige tut oder eben auch nicht tut.

Hinzu kommen in der heutigen Zeit unzählige Ratgeber, Webseiten, Mütter-Blogs usw., die einem vieles empfehlen aber auch von vielem abraten. Da sind die Hebamme und der Kinderarzt und natürlich die eigene Familie, die Großeltern und Freunde die einem vieles raten, von vielem abraten und so, sicher ganz unbewusst, einen gewissen Druck bei den frischgebackenen Eltern erzeugen. Sätze wie „du musst es auch mal schreien lassen….“ oder „wenn der Teller leer ist, gibt es schönes Wetter“, sind nur wenige Beispiele die jungen Eltern um die Ohren fliegen und zum Schluss weiß man überhaupt nicht mehr, was richtig oder falsch ist. Weiterlesen

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